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Der Nationalpark Bayerischer Wald wächst

Deutschlands ?ltester Nationalpark vergr??ert sich – und das gleich um 600 Hektar! An der Grenze zum benachbarten Sumava (CZE) und nord?stlich von Mauth-Finsterau in der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald erweitert sich sein Gebiet. Damit kommt der Park seiner Vision des ersten gemeinsamen Europa-Nationalparks ein St?ck n?her

Spiegelau, 22. M?rz 2021 (ah) – Im vergangenen Jahr feierte der Nationalpark Bayerischer Wald seinen 50. Geburtstag. Nun hat Deutschlands erster und ?ltester Nationalpark noch mehr Grund zum Jubeln. Mit seiner geplanten, gut 600 Hektar gro?en Erweiterung rund um das Finsterauer Filz, nord?stlich der Gemeinde Mauth-Finsterau in der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald (FNBW), soll das gr?ne Dach Europas auf eine Fl?che von etwa 24.850 Hektar heranwachsen. Damit wird das Nationalparkgebiet nicht nur zu Deutschlands gr??tem Wald-Nationalpark, sondern darf im neuen Schutzgebiet unmittelbar an der Grenze zu Tschechien und dem Nachbarnationalpark Sumava k?nftig eine urspr?nglichen Waldwildnis mit einer besonderen Artenvielfalt entwickeln. Ein Gewinn f?r Mensch und Natur, denn neben dem Schaffen weiterer Lebensr?ume f?r heimische Tierarten, sind auch neue touristische – vorwiegend barrierearme – Angebote geplant, die Besucher wie Einheimische vor allem eines erleben lassen: Vom Wald das Beste.

Ein „Woid“ f?r alle
Mit 1,3 Millionen Besuchern j?hrlich ist der Nationalpark Bayerischer Wald schon jetzt ein wichtiger Publikumsmagnet in der FNBW. Um seine Attraktivit?t zus?tzlich zu steigern, soll das touristische Angebot im erweiterten Gebiet des Nationalparks, das sich im Osten nahe den beiden Ortschaften Mauth und Finsterau direkt an der Grenze zu Tschechien und zum dortigen Nationalpark Sumava befindet, im Laufe des n?chsten Jahres ausgebaut werden. Schon jetzt ist die Gemeinde Mauth-Finsterau im S?dosten der FNBW gerade unter Langl?ufer*innen, dank des gut ausgebauten Netzes an gespurten Loipen, in den Wintermonaten sehr beliebt. Ebenfalls bekannt ist sie als Gastgeberin vieler internationaler Para-Wettk?mpfe im Biathlon und Ski-Langlauf. Auch die neuen Freizeitm?glichkeiten im Erweiterungsgebiet sollen sich in erster Linie an Menschen mit Handicap richten und die bereits existierenden, barrierearmen Einrichtungen, wie den Baumwipfelpfad in Neusch?nau oder die Nationalparkzentren Lusen und Falkenstein erg?nzen. So wird der bestehende Parkplatz am Wistlberg, der den Eingang des neuen Bereichs des Nationalparks markiert, ausgebaut und um weitere Behindertenparkpl?tze aufgestockt werden. In unmittelbarer N?he des Parkplatzes f?hrt zuk?nftig ein Bohlensteg zu einer nur wenige hundert Meter entfernten neuen Aussichtsplattform. Diese kann mit dem Rollstuhl oder Kinderwagen befahren werden und l?sst Besucher einen sch?nen Rundumblick Richtung Lusen genie?en. Ebenfalls in Planung ist ein barrierearmer Wanderweg durch das schon jetzt unter Outdoorfreunden beliebte Finsterauer Filz – ein intaktes und renaturiertes Hochmoor. Auch dort sowie in der N?he des Grenz?bergangs Buchwald werden weitere, kleinere und ebenfalls mit dem Rollstuhl erreichbare Aussichtsplattformen entstehen. „Ziel ist es, das Gebiet um den Wistlberg zu einem Besucherschwerpunkt f?r barrierearmes Naturerleben zu machen“, erkl?rt Daniel Eder, Gesch?ftsf?hrer der FNBW. Dar?ber hinaus sind ein Waldspielplatz mit Sonnenterasse und Kiosk sowie ein Besuchertreffpunkt, in dem Kaffee, Getr?nke und Snacks serviert und regionale Produkte angeboten werden, in der N?he des Parkplatzes Wistlberg geplant. Im Zuge der Nationalpark-Erweiterung und des 50. Geburtstags werden zudem viele bestehende touristische Highlights der FNBW saniert, wie etwa die Teufelsbachklause, die Reschbachtalstra?e sowie die Ausstellungen im Hans-Eisenmann-Haus und im Haus zur Wildnis. Die beiden Letztgenannten, sollen zus?tzlich auch inhaltlich auf den aktuellsten Stand gebracht werden. Dar?ber hinaus erhalten die ?ber 350 Kilometer markierten Wanderwege und etwa 200 Kilometer markierten Radwege in der FNBW eine ?berarbeitung.

Win-Win f?r Mensch und Natur
Die geplanten Projekte sowie der Ausbau und die Sanierung bestehender Angebote schafft neue Arbeitspl?tze f?r die Menschen vor Ort. Doch nicht nur Urlauber und heimische Waidler profitieren von der Erweiterung: Als Gebiet von hohem naturschutzfachlichen Wert dient es auch als wichtiger R?ckzugsort f?r seltene Tierarten, wie dem Luchs oder den streng gesch?tzten Hasel- und Auerh?hnern. Schon heute bildet der Nationalpark Bayerischer Wald zusammen mit dem angrenzenden Nationalpark Sumava das gr??te zusammenh?ngende Waldgebiet Mitteleuropas und ist Heimat vieler seltener Tier- und Pflanzenarten. Zu seinen tierischen Bewohnern z?hlen unter anderem Wildkatzen, Biber oder Fischotter sowie Wanderfalken, Rothirsche, W?lfe, Flederm?use und Elche. Gut 13.700 verschiedene Tier-, Pilz- und Pflanzenarten wurden bereits durch Wissenschaftler bestimmt. Experten gehen allerdings davon aus, dass der Nationalpark noch einige hundert Arten mehr beheimatet, darunter auch solche, die weltweit nur hier zu finden sind.

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