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Radfahren am Lago Maggiore

Auf den Etappen des Giro d’Italia oder Off-Road zwischen Gipfeln und See

Am 29. Mai wird Verbania am Lago Maggiore Startpunkt der vorletzten Etappe des Giro d’Italia 2021 sein. Von dort werden die Profis auf spektakul?rer Alpenstrecke ?ber den San-Bernadino- und den Spl?gen-Pass bis ins Spl?gental strampeln. Au?erhalb des Top-Events empfiehlt sich Verbania als perfektes Basislager f?r alle Radbegeisterten. Nicht nur f?r diejenigen, die sich selbst auf den historischen Etappen des Giro ausprobieren m?chten.

Macugnaga, Mottarone, Cascata del Toce, Simplonpass – Radsportbegeisterte aus aller Welt kennen diese Orte im Umland von Verbania. Mit ihnen verbinden sie gro?artige Momente der Sportgeschichte, Namen wie Marco Pantani, Gilberto Simoni, Alberto Contador. Erbitterte F?hrungsk?mpfe auf zwei schmalen Reifen. Bewegende Gesten, die bisweilen mehr z?hlen als der sportliche Triumpf.

Macugnaga ist eine kleine Gemeinde im Talschluss des Valle Anzasca, am Fu?e des Monte Rosa Massivs. Hier leben die Menschen, umgeben von nahezu unber?hrter Natur, in einem Rhythmus, der einer l?ngst vergangenen Zeit anzugeh?ren scheint. Dass es hier zu jeder Jahreszeit au?ergew?hnliche Aromen zu entdecken und verkosten gibt, versteht sich beinahe von selbst. F?r derlei hatten die Profis des Giro d’Italia nat?rlich keine Antennen, als sie am 27. Mai 2011 von Bergamo kommend durch das Anzasca-Tal nach Macugnaga rauschten. Auf der langen Steigung vor Macugnaga, dem Ziel dieser 19. Etappe, zog der Spanier Alberto Contador am F?hrungsfeld vorbei. Den Italiener Paolo Tiralongo, der bis dahin allen vorausgefahren war, ?berholte er auch. Kurz vor der Ziellinie in Macugnaga nahm Contador jedoch Tempo aus den Pedalen und ?berlie? seinem ehemaligen Teamkollegen und Freund Tiralongo den Tagessieg.

Unvergessen – Pantanis letzter Kampf

Zu den magischen Orten der Provinz Verbano-Cusio-Ossola, deren Hauptort Verbania ist, geh?rt die Cascata del Toce, einer der h?chsten Wasserf?lle im Alpenraum. ?ber 143 Meter st?rzen die Wassermassen hier ins Formazza-Tal. 2003 war die Cascata del Toce Ziel der vorletzten Etappe des seit 1909 ausgetragenen Radrennens. Als Tagessieger radelte Gilberto Simoni ins Ziel. F?r Italiens Radsport-Enthusiasten aber wird diese Steigung f?r immer mit einem anderen Namen verbunden sein – Marco Pantani. Der „Pirat“, wie Pantani wegen seines Looks genannt wurde, k?mpfte hier ein allerletztes Mal. Ein Jahr sp?ter starb die Radsportikone, deren Karriere von Doping-Skandalen, aber auch von einem besonderen Triumpf gezeichnet war. 1998 hatte Pantani die Tour de France und den Giro d’Italia gewonnen. Bei beiden gro?en Rennen im selben Kalenderjahr den Titel zu holen, hat nach ihm bis heute keiner mehr geschafft.

Die Bergetappen des Giro sind Herausforderungen, denen sich wohl nur extremtrainierte Amateure stellen wollen. F?r sportliche Rennradfans mit „normaler“ Ambition empfiehlt sich Verbania mit einer ganzen Reihe von leichteren und anspruchsvolleren Strecken, die landschaftliche Reize mit genussvollen Etappenzielen vereinen. Etwa die Rundtour von Verbania ?ber Locarno durch die Cento Valli und ?ber Domodossola, den Hauptort des Ossola-Tals, nach Verbania zur?ck.

Atemberaubendes Panorama erwartet Rad-Begeisterte auch auf dem Parcours, der sie ?ber Cannero Riviera und den Sacro Monte SS. Trinit? di Ghiffa, einen Wallfahrtsort oberhalb des Lago Maggiore, nach Arizzano und zur?ck nach Verbania f?hrt.

Abseits der Asphaltpisten

Mountainbikern, die den Adrenalin-Kick suchen, und allen, die mit Kindern unterwegs sind und kaum befahrene Strecken inmitten der Natur bevorzugen, bietet die Region Verbano-Cusio-Ossola ebenfalls abwechslungsreiche Pisten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Etwa im Nationalpark Val Grande, der sich seit Aufgabe der der Alm- und Waldwirtschaft Mitte des vergangenen Jahrhunderts zu einer faszinierenden Wildnis entwickelt hat. Das urt?mliche Walserdorf Campello Monti bietet sich f?r eine Off-Road-Etappe ebenso an wie der Monterosso, ein waldiger H?gel im Hinterland der Borrom?ischen Bucht. Unterhalb des Monte Mottarone, der beim Giro d’Italia auch schon mehrmals erklommen werden musste, lockt der Giardino Alpinia. In diesem besonderen botanischen Garten sind ?ber 1000 Alpen-Pflanzenarten vereint. Zwischen Enzian und Alpenrosen bietet sich hier, in 800 Metern H?he, eine unvergesslicher Lago Maggiore-Blick.

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