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Wintercamping: Auch für Warmduscher geeignet

ARAG Experten mit winterlichen Reise-Alternativen zum Skifahren

Wer aufgrund der aktuellen Corona-Zahlen lieber auf volle Skipisten, Gondeln und Bergh?tten verzichtet, k?nnte als Alternative einen Camping-Ausflug planen. Sogar Skifahren kann man mit dem winterlichen Camping verbinden. Mit der richtigen Ausstattung kann Wintercamping auch bei Minusgraden ein echtes Highlight werden. Was dabei zu beachten ist, damit die Laune nicht gefriert, verraten die ARAG Experten.

Gut vorbereitet ins kalte Vergn?gen
Im Winter ist die Auswahl an Campingpl?tzen stark begrenzt, weil viele Betreiber in der kalten Jahreszeit schlie?en. Gleichzeitig nimmt die Beliebtheit vom Wintercamping zu, so dass es bei der Verf?gbarkeit von Stellpl?tzen eng werden kann. Daher raten die ARAG Experten, sich fr?hzeitig um eine Reservierung zu k?mmern und sich auch f?r die Auswahl des Campingplatzes etwas Zeit zu nehmen.

So sollte der Platz m?glichst ?ber beheizte Sanit?ranlagen verf?gen und – wenn Wintercamper auch Skifahren wollen, wenn m?glich Trockenr?ume f?r die Skiausr?stung anbieten, so dass die nasse Kleidung keinen wertvollen Platz im Wohnmobil wegnimmt. F?r die Dinge des t?glichen Lebens ist ein gut erreichbarer Supermarkt wichtig. Idealerweise hat der Campingshop ganzj?hrig ge?ffnet, so dass man vor allem bei extremem Winterwetter das Fahrzeug nicht bewegen muss.

Da der Gasverbrauch im Winter nat?rlich h?her ist als im Sommer, raten die ARAG Experten zu einer Platzwahl, auf der ein Gasflaschen-Tausch m?glich ist. Falls es keinen Nachschub auf dem Campingplatz gibt, sollte der n?chste Gasflaschen-Anbieter ebenfalls am besten nicht allzu weit entfernt sein.

Wer ?ber Wildcampen nachdenkt, sollte sich gut informieren, wo dies m?glich ist. In Deutschland und in den meisten anderen europ?ischen L?ndern ist das Campen au?erhalb von Stellpl?tzen in der Regel tabu. Hierzulande wird nur ein Auge zugedr?ckt, wenn w?hrend der Reise eine l?ngere Pause eingelegt wird, um die Fahrt?chtigkeit wiederherzustellen und es darf nicht der Anschein des Wohnens erweckt werden, also Campingmobiliar etc. muss verstaut bleiben. Dabei darf das Wohnmobil nach Angaben der ARAG Experten aber nicht l?nger als zehn Stunden im ?ffentlichen Verkehrsraum abgestellt werden. In Skandinavien oder beispielsweise im Baltikum ist es hingegen in der Regel erlaubt, sich an Stra?enr?nder oder auf ?ffentliche Parkpl?tze zu stellen, allerdings ist dies manchmal nur unter bestimmten Voraussetzungen m?glich.

Wintertaugliches Fahrzeug
Was f?r die Auswahl des Platzes gilt, gilt ebenso f?r das Fahrzeug: Die Auswahl an Wohnwagen und Wohnmobilen ist im Winter deutlich eingeschr?nkt. Daher raten die ARAG Experten, sich fr?hzeitig ein Fahrzeug zu reservieren.

Bevor es auf gro?e Fahrt geht, sollten vor allem unge?bte Wohnmobil- oder Wohnwagen-Fahrer eine Probefahrt beim Vermieter oder am besten ein Fahrsicherheitstraining absolvieren, denn Eis und Schnee sind selbst f?r Profis eine Herausforderung. Auch das Ein- und Ausparken sowie das Rangieren auf engeren Pl?tzen ist kein Kinderspiel.

Zudem raten die ARAG Experten, niemals ohne Winterreifen zu reisen. F?r Zugfahrzeuge und Wohnmobile sind sie sogar zwingend notwendig, f?r Wohnwagen hingegen herrscht – zumindest in Deutschland – keine Winterreifenpflicht. Die empfohlene Profiltiefe liegt bei vier bis f?nf Millimetern (mm), in ?sterreich ist sogar eine Mindestprofiltiefe von vier mm gesetzlich vorgeschrieben.

Schneeketten sollten nach Ansicht der ARAG Experten bei der winterlichen Grundausstattung eines Wintercaravans nicht fehlen. Deren Handhabung sollten Fahrer vorher allerdings ?ben, dann sitzen die Handgriffe, wenn die Ketten bei winterlicher K?lte aufgezogen werden m?ssen. Bei Fahrzeugen mit Heckantrieb geh?ren die Schneeketten nach hinten, bei Frontantrieblern und Allradfahrzeugen m?ssen sie vorne montiert werden.

Hilfreiche Begleiter beim Wintercamping k?nnen auch Handschuhe, eine Isomatte und eine helle Taschen- oder Stirnlampe sein, ebenso wie Sand, eine Schaufel und ein Spaten, um sich bei starkem Schneefall auch aus brisanten Lagen befreien zu k?nnen.

Stellplatz mit Strom
Wer einen winterlichen Stellplatz ergattert hat, sollte darauf achten, dass der Untergrund fest und eben ist. Zudem sollte er gut ger?umt sein. Ist der Boden n?mlich von Eis und Schnee bedeckt, k?nnte das Gef?hrt bei Tauwetter kippen.

Wichtig beim Wintercampen ist ein fester Au?enstromanschluss, da man in dieser Jahreszeit mehr Zeit im Fahrzeug verbringt und deutlich mehr Strom f?r Licht, K?hlschrank und Co. ben?tigt. Stromkabel sollten frostsicher sein und so verlegt, dass sie beim Schneer?umen nicht besch?digt werden k?nnen.

Die Heizung – der beste Freund beim Wintercamping
Gerade beim Campen in der kalten Jahreszeit entscheidet die Heizung ?ber Top oder Flop des winterlichen Abenteuers. Damit es auch bei Tiefsttemperaturen keine Vereisungsprobleme gibt, raten die ARAG Experten beim Heizen zum Einsatz von Fl?ssiggas aus Propan und Butan, das immer gasf?rmig bleibt. Camper sollten immer zwei Flaschen Gas dabeihaben, mit denen man etwa eine knappe Woche auskommt. Ansonsten riskieren sie eingefrorene Wasserleitungen, eine kalte Dusche oder eine ausgefallene Heizung. Moderne Fahrzeuge verf?gen meist sogar ?ber ein Zweiflaschensystem mit Umschaltautomatik von leerer auf volle Gasflasche. Das erspart den Urlaubern n?chtliches Gasflaschenwechseln bei bitterer K?lte, denn eins ist klar: Das Gas geht meistens im unpassendsten Moment zur Neige.

Im Wohnmobil oder Wohnwagen gibt es einige Be- und Entl?ftungs?ffnungen, die f?r Luftzirkulation sorgen. Und die ist gerade beim Heizen mit Gas enorm wichtig. Daher raten die ARAG Experten, unbedingt darauf zu achten, dass diese ?ffnungen nicht zugestellt oder blockiert werden. Auch die Dachluke sollte ?ber Nacht einen Spalt ge?ffnet bleiben, damit sich die Luft nicht staut. Wie zu Hause sollten Wintercamper regelm??ig sto?l?ften, vor allem, wenn feuchte Skikleidung im Fahrzeug trocknet.

Wasser marsch!
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt riskieren Wintercamper eingefrorene Wasserleitungen oder gar Frostsch?den an Wassertank und Boiler. Daher sollte die Heizung auf niedriger Stufe durchlaufen, selbst, wenn sich niemand im Fahrzeug aufh?lt. Zudem verhindert eine konstante Temperatur im Fahrzeug, dass sich der sogenannte Frostw?chter ?ffnet und das Wasser automatisch ablaufen l?sst, wenn es k?lter als vier Grad wird. Das k?lteempfindliche Sicherheitsventil sorgt so daf?r, dass die Wasseranlage nicht einfriert.

Damit der Abwassertank nicht einfriert, raten die ARAG Experten, entweder etwas Salz oder Frostschutzmittel einzuf?llen. Ist der Abwassertank nicht isoliert, kann man den Abwasserhahn ge?ffnet lassen, stellt einen Eimer darunter und sammelt dort das Abwasser.

Den Wintergarten immer dabei
Wer auch im Winter ein Vorzelt dabei hat, muss sich um kalte Getr?nke und gek?hlte Lebensmittel keine Gedanken mehr machen. Doch die ARAG Experten raten hier zu speziellen Wintervorzelten, die robuster sind und durch ein deutlich steileres Dach auch unter leichter Schneelast nicht zusammenbrechen. In der Regel sind sie etwas kleiner als ihre sommerlichen Kollegen, da sie eher als Klimaschleuse und als Abstellraum f?r sperrige Skiausr?stung dienen. F?r den Aufbau des Vorzeltes sollten Camper Hammer und Zange dabeihaben, um die Heringe damit in den Boden schlagen und anschlie?end wieder herausziehen zu k?nnen.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/reise-und-freizeit/

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